Datenschutz-Grundverordnung

 

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Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft, die die Verarbeitung

personenbezogener Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen sowie Vereine neu

regelt und EU-weit vereinheitlicht. Doch was bedeutet das konkret für Vereine, die Daten von

Mitgliedern erheben? Was regelt die neue Datenschutzgrundverordnung?

Was müssen Vereine konkret machen, um den Anforderungen der Datenschutz Grundverordnung zu

genügen?

 

   - Einverständniserklärung zur Verwendung des Spielerfotos

 

   - Zusatzerklärung bei Spieler unter 13 Jahren

 

 

Rechtlicher Rahmen

 

Das BDSG beziehungsweise die DSGVO regelt genau, was ein Verein bei der Erhebung, Verarbeitung

und Nutzung von personenbezogenen Daten beachten muss. Unter personenbezogenen Daten

versteht der Gesetzgeber nicht nur Angaben zur Person (zum Beispiel Name, Adresse, Geburtsdatum),

sondern auch weitere Informationen wie Wettkampfergebnisse, Mitgliedschaften in Organisationen

oder persönliche Interessen. Verantwortlich für die Einhaltung der Datenschutzvorgaben ist der

Vereinsvorstand. Er muss dafür sorgen, dass das Persönlichkeitsrecht der Mitglieder angemessen

berücksichtigt wird. Erheben personenbezogener Daten

 

Die meisten Vereine erhalten personenbezogene Daten durch den Mitgliedsantrag oder durch

Anmeldeformulare zu Wettkämpfen oder einer Fortbildung. Welche Daten durch den Verein erhoben

werden, hängt von den Vereinszielen ab. Diese sollten verständlich in der Vereinssatzung festgelegt

sein.

 

Möchte ein Verein zusätzlich weitere Informationen wie zum Beispiel persönliche Interessen

erfahren, muss auf dem Aufnahmeantrag klar erkennbar sein, welche Angaben freiwillig sind und zu

welchem Zweck diese Daten erhoben und genutzt werden. Am besten händigen Sie eine

datenschutzrechtliche Belehrung aus, die darüber Auskunft gibt, welche Daten zu welchem Zweck

erhoben, gespeichert und genutzt werden.

 

 

 

Verarbeiten und Nutzen der Daten durch den Verein

 

Mit Verarbeiten meint der Gesetzgeber das Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren und Löschen

von personenbezogenen Daten. Unter die Nutzung fällt zum Beispiel die Datenweitergabe innerhalb

des Vereins im Vorstand oder wenn der Verein die Daten extern verwalten lässt. Generell gilt, dass

jeder Funktionsträger im Verein nur entsprechend seiner Aufgaben auf die erforderlichen

Mitgliederdaten Zugriff haben darf.

 

Veröffentlichungen im Internet und von Fotos

 

Bei Veröffentlichungen im Internet macht der Gesetzgeber klare Vorgaben: Jede Veröffentlichung von

personenbezogenen Daten im Internet durch einen Verein ist grundsätzlich erstmal unzulässig – es sei

denn, der Betroffene hat sich ausdrücklich damit einverstanden erklärt.

 

Dennoch gibt es einige Ausnahmen zu dieser Regelung. So ist die Veröffentlichung von allgemein

zugänglichen Daten erlaubt, wenn es keine besonderen schutzwürdigen Interessen des Betroffenen

gibt. Das heißt konkret: Ein offizielles Fußballspiel ist ein öffentliches Ereignis, über das auch die

Lokalpresse berichtet. Daher dürfen Sie beispielsweise personenbezogene Informationen zur

Mannschaftsaufstellung veröffentlichen. Diese Daten müssen aber nach angemessener Zeit gelöscht

werden. Ähnlich verhält es sich beim Verwenden von Videos und Fotos. Diese dürfen ohne

ausdrückliche Erlaubnis des Betroffenen nicht veröffentlicht werden, da ansonsten ein Eingriff in das

Persönlichkeitsrecht vorliegt.

 

 

 

Wann ist ein Datenschutzbeauftragter nötig?

 

Der Vorstand muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn mindestens zehn Personen

ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Es ist aber

in jedem Fall ein Datenschutzbeauftragter zu benennen, wenn Angaben beispielsweise zur Gesundheit

oder politischen Meinung oder zur Bewertung der Person erfasst werden. Genau wie bei Unternehmen

wirkt ein Datenschutzbeauftragter im Verein auf die Einhaltung der Vorschriften hin.

 

 

 

Was müssen Vorstände beachten?

 

Zusammenfassend ergeben sich für den Vorstand folgende Grundregeln für den Umgang mit

personenbezogenen Daten:

 

Verwenden personenbezogene Daten nur für vereinsinterne Zwecke gemäß der Vereinssatzung.

Geben Sie die Daten nicht an Dritte weiter – es sei denn, Sie haben die schriftliche Einwilligung der

betroffenen Person.

Beschränken Sie den internen Zugriff auf personenbezogene Daten.

Halten Sie die IT aktuell und orientieren Sie sich an den üblichen Sicherheitsstandards (Firewall,

Virenscanner, passwortgeschützter Zugang, evtl. Festplattenverschlüsselung).

 

 

 

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